Historischer Verein Memmingen

Geschichtsforschung - Heimatpflege - Denkmalschutz

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Rückblick in die Vereinsgeschichte

Germanengruppe beim Fischertag 1905

Memminger Bürger gründeten 1881/82 - die Durchführung von archäologischen Ausgrabungen vor Augen - die „Deutsche anthropologische Gesellschaft Gruppe Memmingen“, die sich 1885 in Memminger Altertumsverein umbenannte. In den folgenden Jahren sorgten sie sich unter Führung von Jakob Groß und Anton Spiehler um den Erhalt geschichtlicher Überreste und um ihre Präsentation in der  vom Verein aufgebauten und anfangs auch betreuten „Altertums-Sammlung“ der Stadt Memmingen (bis 1908 im Rathaus, danach in der Großzunft, seit 1936 im Hermansbau).

Julius Miedel

Ab 1892 aktivierte der damalige Vorsitzende Dr. Julius Miedel, der nebenamtlich auch mit der Verwaltung von Stadtbibliothek und Stadtarchiv betraut war, eine rege Publikationstätigkeit, die mit den „Memminger Geschichtsblättern“ und den Beilagen der Memminger Zeitung „Schwäbischer Erzähler“ (bis 1935) und „Spiegelschwab“ (ab 1950) bis in die Gegenwart reicht. Seit 1991 werden Dissertationen und größere Forschungsergebnisse in einer gesonderten Schriftenreihe, den „Memminger Forschungen“ herausgegeben. Der Verein führt seit vielen Jahren eine Chronik wichtiger Ereignisse in Stadt und Land. Die Namensänderungen 1934/38 (Verein für Heimatpflege bzw. Heimatdienst) und 1956 (Heimatpflege) belegen anfangs die Einbindung des Vereins in die zunehmend nationalsozialistisch beeinflusste Heimatbewegung, nach dem 2. Weltkrieg schließlich die erfolgreiche heimat- und denkmal-pflegerische Ausrichtung des Vereins unter seinen langjährigen Vorsitzenden Walter und Uli Braun.

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